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Auswirkung von Motivation auf das Verhalten

Motivation und Verhalten in der Wirtschaftsinformatik

In der Wirtschaftsinformatik werde verschiedene Modelle herangezogen, welche einen Zusammenhang zwischen Motivation und Verhalten untersuchen. Dabei untersuchen die Studien wie das Technology Acceptance Model (TAM) und weitere Ausprägungen wie TAM2, Utaut, TAM3 und UTAUT2 sowie das Theory Planned Bahavior Model Auswirkungen auf die Motivation.

Die sogenannten Technologie-Akzeptanzmodelle untersuchen, wie der Name selbsterklärt, speziell die Akzeptanz von Informationstechnologien. Während das Ursprungsmodell der Theory of Planned Behavior (TPB) auf die Auswirkung des Verhaltens des Menschen abzielt. Die Akzeptanz einer bestimmten Technologie ist vom Verhalten abhängig. Daher handelt es sich um einen Teilbereich der TPB-Theorie.

 


Kernliteratur

  • Ajzen, I. 1991. "The Theory of Planned Behavior," Organizational Behavior and Human Decision Processes (50:2), 12, pp. 179-211.
  • Davis, F.D. 1986. "A Technology Acceptance Model for Empirically Testing New End-User Information Systems - Theory and Results." Cambridge: Messachussets Instiute of Technology.
  • Perugini, M., and Bagozzi, R.P. 2001. "The Role of Desires and Anticipated Emotions in Goal‐Directed Behaviours: Broadening and Deepening the Theory of Planned Behaviour," British Journal of Social Psychology (40:1), pp. 79-98.
  • Venkatesh, V., and Davis, F. 2000. "A Theoretical Extension of the Technology Acceptance Model: Four Longitudinal Field Studies," Management Science (46:2), pp. 186-204.
  • Venkatesh, V., Morris, M.G., Davis, G.B., and Davis, F. 2003. "User Acceptance of Information Technology: Toward a Unified View," MIS Quarterly (27:3), pp. 425-478.
  • Venkatesh, V., and Bala, H. 2008. "Technology Acceptance Model 3 and a Research Agenda on Interventions," Decision Sciences (39:2), pp. 273-315.
  • Venkatesh, V., Thong, J.Y.L., and Xu, X. 2012. "Consumer Acceptance and Use of Information Technology: Extending the Unified Theory of Acceptance and Use of Technology," MIS Quarterly (36:1), pp. 157-178.

Weiterführende Literatur

  • Ajzen, I., and Driver, B.L. 1992. "Application of the Theory of Planned Behavior to Leisure Choice," Journal of Leisure Research (24:3), pp. 207-224.
  • Parker, D., Manstread, A., and Stadling, S. 1995. "Extending the Theory of Planned Behavior. The Role of Personal Norm," British Journal of Social Psychology (34), pp. 127-137.

Einleitung Forschungsmethoden

Forschungsmethoden gliedern sich in quantitative und qualitative Methoden. Die Wirtschaftsinformatik ist als empirische Disziplin angelegt. Das bedeutet, dass empirische Forschungsmethoden noch häufiger zur Anwendung kommen sollten als rein konzeptionelle Arbeiten.

Qualitative Methoden zielen meist darauf ab, Phänomene in ihrer Tiefe zu verstehen, neue Konzepte zu entwickeln und komplexe Zusammenhänge kontextsensitiv zu beschreiben (z.B. durch Interviews, Fallstudien oder ethnografische Feldforschung). Quantitative Methoden prüfen demgegenüber häufig Hypothesen anhand numerischer Daten, verwenden standardisierte Messinstrumente und setzen statistische Auswertungsverfahren ein (z.B. Umfragen, Experimente, Korrelationsstudien).

Die Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden innerhalb eines Forschungsprojekts wird als Mixed‑Methods‑Ansatz bezeichnet. Die Verwendung mehrerer Methoden derselben „Logik“ (z.B. zwei verschiedene qualitative Verfahren) wird häufig als Multi‑Method‑Design bezeichnet. Mixed‑Methods und Multi‑Method‑Ansätze werden insbesondere dann gewählt, wenn ein Forschungsproblem sowohl explorative Einsichten als auch belastbare Hypothesenprüfungen oder Artefakt‑Evaluationen erfordert.

Bild von Mark Mags on Pixabay
Der theoretische Rahmen einer Arbeit legt fest, welche Konzepte und Zusammenhänge du untersuchst – die Forschungsmethoden beschreiben, wie du dies tust. Eine vertiefte Beschreibung zum Aufbau des Theorieteils findet sich hier: Theorieteil & Argumentation.

Auswahl von Forschungsmethoden

Die Wahl einer passenden Forschungsmethode sollte sich immer von der Forschungsfrage herleiten. Grob lassen sich drei Zielrichtungen unterscheiden:

  • Explorative Fragestellungen („verstehen“, „erkunden“): eignen sich häufig für qualitative Methoden (z.B. Fallstudien, Interviews, Grounded Theory).
  • Erklärende Fragestellungen („überprüfen“, „erklären“): nutzen typischerweise quantitative Methoden (z.B. Surveys, Experimente, Strukturgleichungsmodelle).
  • Gestaltungsorientierte Fragestellungen („entwickeln“, „gestalten“): stehen im Fokus von Design‑Science‑Forschung, oft kombiniert mit empirischer Evaluation.

Weitere Kriterien für die Methodenauswahl sind Datenzugang, Ressourcen (Zeit, Budget, Software), die Erfahrung der Forschenden sowie die in der jeweiligen Community akzeptierten Verfahren.

Bevor du eine Methode auswählst, brauchst du eine klar formulierte Forschungsfrage und einen begründeten Research Gap. Eine ausführliche Einführung findest du hier: Forschungsfrage und Forschungslücke in der Wirtschaftsinformatik

Beispiele aus der Wirtschaftsinformatik

In der Wirtschaftsinformatik werden Forschungsmethoden typischerweise in konkreten Anwendungskontexten eingesetzt, z.B.:

  • Design Science + Experimente: Entwicklung eines Prototyps (z.B. eines Entscheidungsunterstützungssystems) und anschließende Evaluation in einem Labor‑ oder Online‑Experiment.
  • Fallstudie + Interviews: Untersuchung der Einführung eines Informationssystems in einer Organisation anhand mehrerer qualitativer Interviews und Dokumentenanalysen.
  • Survey + Strukturgleichungsmodellierung: Quantitative Befragung von Nutzer:innen oder Unternehmen und Auswertung mit Verfahren wie SEM (z.B. zur Analyse von Akzeptanzmodellen oder Erfolgsfaktoren).

Solche Kombinationen machen deutlich, dass Methodenwahl und Forschungsdesign eng miteinander verknüpft sind und zu Beginn eines Projekts bewusst geplant werden sollten.

Ausschnitt aus den Forschungsmethoden

Ziel ist es, die empirische Forschung und Evaluierung dem Leser näherzubringen, sodass die einzelnen Methoden in der eigenen Arbeit angewendet werden können. Die praxisnahe Anwendung soll dazu befähigen anhand konkreter Themen sein Ziel zu erreichen. Jedem Ziel liegt ein zu bearbeitendes Thema oder Objekt zugrunde, welches mit bestimmten Forschungsmethoden bearbeitet werden kann.

Forschungsmethoden beschreiben: wie die Untersuchung eines Objektes durchgeführt wird.

„Wie“ ist als Prozess zu verstehen. Und ein Objekt – Forschungsobjekt – wird auf Merkmale analysiert.

Dem Leser wird eine Auswahl von Forschungsmethoden vorgestellt, welche einen grundlegenden Überblick geben sollen. Die Forschungsmethoden finden Anwendung in der Wirtschaftsinformatik. Wer eine Methode sucht, kann hier fündig werden.

Forschungsmethoden gliedern sich in quantitative und qualitative Methoden, welche in Tabelle 1 dargestellt sind. Diese Auflistung stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird daher fortlaufend ergänzend.

Qualitative Quantitative

Literaturrecherche

Experimente
  • Laborexperiment
  • Feldexperiment
  • Quasi-Experimente
  • Natürliche Experimente

Fallstudien

(Multi) Case Studies

Umfragen
  • Fragebogenerstellung

Aktionsforschung

  • Canonical Action Research
  • Collaborative Action Research

Referenzmodellierung

Inhaltsanalyse (Content Analysis)

Codierung

  • Latitudinal
  • Longitudinal

Dokumentenanalyse

Card Sorting
Deskriptive Feldforschung
  • Formal-Deduktive Analyse
  • Konzeptionelle-Deduktive Analyse
Deskriptive Feldforschung
  • Argumentative-Deduktive Analyse
  • Konzeptionelle-Deduktive Analyse
Delphi-Methode Simulation
Design Science Korrelationsstudie
Ethnografie  
Grounded Theory  
Prototyp-Modelliierung/-Erstellung/-Entwicklung
  • Agile
  • SCRUM
  • V-Modell XT
 
Qualitative Querschnittsanalyse Quantitative Querschnittsanalyse
Tabelle 1: Überblick qualitative und quantitative Forschungsmethoden, Quelle: In Anlehnung an Wilde, T. und Hess T. (2007)

Die Verwendung von qualitativen und qualitativen Methoden wird als Mix-Method Ansatz bezeichnet. Während die Verwendung von verschiedenen qualitativen oder verschiedenen quantitativen Methoden als Multi-Method bezeichnet wird.

Zur Vereinfachung wird ein Überblick zu ausgewählten Methoden gegeben:

  1. Literaturrecherche
  2. Fallstudien
  3. Design Science
  4. Experimente
  5. Fragebogenerstellung
  6. Card Sorting

Weitere nützliche Methoden

  • Auswirkung von Motivation auf das Verhalten

Kernliteratur

Wilde, T. and Hess, T. (2007). "Forschungsmethoden der Wirtschaftsinformatik." Wirtschaftsinformatik 49(4): 280-287, https://doi.org/10.1007/s11576-007-0064-z.

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