Die Forschungsfrage ist das Herzstück deiner wissenschaftlichen Arbeit. Sie gibt vor, was du eigentlich untersuchen möchtest, strukturiert deine Argumentation und legt fest, welche Methoden sinnvoll sind. Gleichzeitig ist sie eng mit dem sogenannten Research Gap, also der Forschungslücke, verbunden: Ohne klaren Gap wird deine Arbeit leicht „austauschbar“, weil nicht erkennbar ist, welchen Beitrag du zur bestehenden Literatur leistest. In diesem Text geht es darum, wie du von einem groben Thema zu einer tragfähigen Forschungsfrage kommst – und wie du diese im Kontext eines Research Gap begründest.
Am Anfang steht oft nur ein Thema: „Digitale Plattformen in der öffentlichen Verwaltung“, „Nutzung von KI‑Werkzeugen durch Studierende“, „Akzeptanz von Self‑Service‑BI in Unternehmen“. Ein Thema allein reicht jedoch nicht, um eine wissenschaftliche Arbeit zu planen. Du brauchst eine klar formulierte Forschungsfrage, ein umrissenes Forschungsproblem und eine konkrete Zielsetzung.
Das Forschungsproblem beschreibt in wenigen Sätzen, welches inhaltliche Problem oder welche offene Frage dich interessiert. Es ist stärker erzählerisch und kann anwendungsnah formuliert sein: Wo beobachtest du Schwierigkeiten, Inkonsistenzen oder offene Punkte in Praxis und Forschung?
Die Forschungsfrage ist die präzise, empirisch oder konzeptionell beantwortbare Frage, die im Zentrum deiner Arbeit steht. Sie sollte so formuliert sein, dass man ihr im Rahmen der verfügbaren Zeit, Daten und Methoden sinnvoll nachgehen kann. Oft ist es hilfreich, sie als W‑Frage (Was, Wie, Warum) zu formulieren.
Die Zielsetzung beschreibt, was deine Arbeit leisten soll – typischerweise im Hinblick auf einen Beitrag zur Literatur und/oder zur Praxis. Sie verbindet Forschungsproblem, Research Gap und Forschungsfrage miteinander und macht deutlich, warum sich die Bearbeitung lohnt.
Ein einfaches Beispiel:
Der Research Gap (Forschungslücke) beschreibt, was in der bestehenden Literatur bisher nicht oder nur unzureichend behandelt wurde. Wichtig ist: Eine Forschungslücke ist kein „weißes Blatt“, sondern ergibt sich aus einer systematischen Auseinandersetzung mit bereits vorhandenen Arbeiten.
In der Praxis haben sich verschiedene "Gap"‑Typen etabliert:
Ein gut formulierter Gap stellt klar, woran bisherige Arbeiten gescheitert sind oder was sie ausgelassen haben, ohne frühere Forschung abzuwerten. Der Gap sollte erkennen lassen, warum es sinnvoll und anschlussfähig ist, gerade deine Fragestellung zu bearbeiten.
Die Grundlage für eine Forschungslücke ist immer ein strukturierter Überblick über den aktuellen Forschungsstand. Dabei hilft dir ein systematisches Vorgehen:
Indem du diesen Prozess dokumentierst, schaffst du eine nachvollziehbare Grundlage, um deine Forschungsfrage im Text zu begründen.
Viele Studierende starten mit einem groben Interessensgebiet und fragen sich, wie sie zu einer konkreten Forschungsfrage kommen. Ein einfaches Vorgehen besteht aus vier Schritten:
Beispielsweise kann aus dem Thema „Nutzung von Kollaborationsplattformen im Studium“ durch diesen Prozess eine Forschungsfrage werden wie: „Wie beeinflussen wahrgenommene Autonomieunterstützung und soziale Präsenz die fortgesetzte Nutzung von Kollaborationsplattformen in Masterstudiengängen der Wirtschaftsinformatik?“
Beim Formulieren von Forschungslücke und Forschungsfrage helfen dir standardisierte Satzschablonen, die du auf dein Thema anpasst.
Typische "Gap"‑Formulierungen auf Deutsch:
Entsprechende Formulierungen auf Englisch:
Für die Forschungsfrage selbst eignen sich klare W‑Fragen:
Auf Englisch:
Wichtig ist, dass die Frage nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich zu deinem geplanten methodischen Vorgehen passt.
In der Praxis begegnen immer wieder ähnliche Fehler bei Forschungsfragen und Gaps:
Eine kurze Checkliste kann dir helfen, diese Fehler zu vermeiden:
Wenn du diese Fragen weitgehend mit „Ja“ beantworten kannst, bist du einen großen Schritt weiter auf dem Weg zu einer tragfähigen Forschungsfrage.
In der Wirtschaftsinformatik kommen einige Methodensettings besonders häufig vor, etwa Umfragen (Surveys), qualitative Fallstudien, Experimente sowie gestaltungsorientierte Forschung (Design Science). Jede dieser Vorgehensweisen legt nahe, wie eine Forschungsfrage zugeschnitten werden kann. Entscheidend ist, dass Frage und Methode zueinander passen und dass der Research Gap erkennen lässt, warum genau dieses Setting gewählt wird.
Survey‑Studien eignen sich, wenn Beziehungen zwischen Konstrukten quantitativ untersucht oder Unterschiede zwischen Gruppen analysiert werden sollen. Die Forschungsfrage ist dann oft auf Zusammenhänge („Wie hängt X mit Y zusammen?“) oder Unterschiede („Unterscheiden sich Gruppen A und B hinsichtlich X?“) ausgerichtet.
Beispiele:
In diesen Beispielen ist erkennbar, dass Variablen quantifizierbar erfasst und statistisch ausgewertet werden können. Die Forschungsfrage ist so formuliert, dass ein Fragebogen mit geeigneten Skalen zur Beantwortung beiträgt.
Qualitative Fallstudien sind geeignet, wenn Prozesse, Bedeutungen und Kontexte im Vordergrund stehen, etwa bei der Einführung neuer Systeme, der Gestaltung von Transformationsprozessen oder der Nutzung innovativer Technologien in spezifischen Organisationen. Die Forschungsfragen sind hier häufig beschreibend oder erklärend angelegt, ohne dass vorab feste Hypothesen getestet werden.
Beispiele:
Fokus ist jeweils das „Wie“: Abläufe, Wahrnehmungen und Deutungen werden im organisationalen Kontext untersucht. Die Methode (z.B. leitfadengestützte Interviews, Beobachtungen, Dokumentenanalyse) ist geeignet, detaillierte Einblicke in diese Prozesse zu liefern.
Experimente werden eingesetzt, wenn Ursache‑Wirkungs‑Beziehungen unter kontrollierten Bedingungen geprüft werden sollen. In der Wirtschaftsinformatik geht es beispielsweise darum, wie unterschiedliche Gestaltungsvarianten von Benutzungsschnittstellen, Dashboards oder Empfehlungssystemen das Verhalten von Nutzenden beeinflussen.
Beispiele:
Die Forschungsfragen sind so formuliert, dass klar ist, welche unabhängigen und abhängigen Variablen betrachtet werden und welches Verhalten oder welche Einschätzung gemessen werden soll. Ein Research Gap kann sich hier beispielsweise daraus ergeben, dass bestimmte Darstellungsformen oder Nutzergruppen bisher noch nicht experimentell untersucht wurden.
In der gestaltungsorientierten Forschung (Design Science) steht die Entwicklung und Evaluation von Artefakten im Zentrum, etwa Methoden, Modelle, Prototypen oder Entscheidungsunterstützungssysteme. Die Forschungsfragen beziehen sich häufig darauf, welche Gestaltungsprinzipien zur Lösung eines bestimmten Problems beitragen oder wie ein Artefakt in einem Kontext wirkt.
Beispiele:
Solche Fragen machen deutlich, dass ein Artefakt entwickelt und in einem geeigneten Kontext evaluiert werden soll. Der Research Gap besteht hier häufig darin, dass existierende Ansätze bestimmte Anforderungen noch nicht adressieren oder nur für andere Kontexte beschrieben sind.
Mixed‑Methods‑Studien kombinieren qualitative und quantitative Vorgehensweisen, um ein Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Forschungsfragen können hier zum Beispiel zunächst explorativ (qualitativ) und anschließend prüfend (quantitativ) angelegt sein.
Beispiel:
In einem solchen Setting kann der Research Gap darin liegen, dass bisher entweder nur qualitative Fallstudien oder nur standardisierte Befragungen existieren, eine Kombination beider Perspektiven aber fehlt.
Unabhängig vom gewählten Methodensetting gilt: Forschungsfrage, Forschungslücke und Vorgehensweise sollten inhaltlich zueinander passen. Eine Frage, die auf Unterschiede zwischen Gruppen abzielt, erfordert eine Datengrundlage, die entsprechende Vergleiche zulässt. Eine Frage, die auf Prozesse und Deutungen fokussiert, lässt sich mit einer stark standardisierten Erhebung nur begrenzt beantworten. In der Wirtschaftsinformatik ist es daher sinnvoll, bereits bei der Formulierung der Forschungsfrage mitzudenken, welches Methodensetting für die Beantwortung realistisch und angemessen ist.
Wenn Thema, Gap, Frage und Methode kohärent aufeinander abgestimmt sind, entsteht eine klare Linie: Aus der Literatur ergibt sich eine Lücke, aus der Lücke eine präzise Frage, und aus der Frage ein passendes Design der Studie. Dies erleichtert nicht nur die Durchführung der Arbeit, sondern macht sie auch für Lesende gut nachvollziehbar.
Die Senior Scholars' List of Premier Journals ist eine angesehene Zusammenstellung von erstklassigen wissenschaftlichen Zeitschriften, die von führenden Experten auf ihrem Fachgebiet empfohlen werden. Diese einzigartige Liste bietet Forschern und Akademikern eine wertvolle Ressource, um auf hochwertige und vertrauenswürdige Quellen zuzugreifen und sich über aktuelle Entwicklungen in ihrer Disziplin auf dem Laufenden zu halten. Mit ihrer Fokussierung auf Qualität und Relevanz ist die Senior Scholars' List of Premier Journals eine zuverlässige Orientierungshilfe für Autoren, die nach renommierten Publikationsmöglichkeiten suchen. Durch die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Liste gewährleistet sie, dass Wissenschaftler stets Zugang zu den neuesten Erkenntnissen und Spitzenforschungsergebnissen haben.
Die Senior Scholars verstehen die Liste explizit als fachlich kuratierte Orientierungshilfe und nicht als starres Ranking. Änderungen in der Publikationslandschaft, die Etablierung neuer Journale oder Verschiebungen in der thematischen Ausrichtung einzelner Zeitschriften können zu Anpassungen führen, die in regelmäßigen Abständen reflektiert und beschlossen werden. Für Studierende und Promovierende ist insbesondere relevant, dass die in der Liste geführten Journale häufig eine zentrale Rolle in Tenure‑, Berufungs‑ und Evaluationsverfahren spielen und daher als besonders sichtbare Publikationsorte gelten.
Die Liste erweitert dabei den AIS - "Basket of Eight" und ist zuletzt am 17. Februar 2023 aktualisiert worden. Folglich erweitert die Liste die Literaturrecherche, um herausragende Journale der Wirtschaftsinformatik. Während der Basket of Eight eine sehr eng gefasste Auswahl von Spitzenjournals darstellt, umfasst die Senior Scholars’ List eine größere Zahl von Premier‑Journals, die zusätzliche Subdisziplinen, methodische Ansätze und thematische Schwerpunkte der Wirtschaftsinformatik abbilden. Forschende erhalten dadurch nicht nur eine Kernmenge besonders prestigeträchtiger Zeitschriften, sondern auch eine differenziertere Landkarte der relevanten Publikationsorte im Fach.
Für Studierende und Promovierende fungiert die Senior Scholars' List primär als strukturierte Grundlage für die Planung und Durchführung von Literaturrecherchen. Im Rahmen der Themenfindung kann es von Vorteil sein, zunächst eine gezielte Suche in Datenbanken wie Scopus oder Web of Science durchzuführen, um relevante Artikel aus den in der Liste aufgeführten Journals zu identifizieren. Diese Vorgehensweise ermöglicht die Identifizierung zentraler theoretischer Konzepte, etablierter Methoden und aktueller Debatten des jeweiligen Forschungsfeldes. Es ist von essentieller Wichtigkeit, dass Qualifikationsarbeiten von Beginn an eine enge Orientierung an den führenden Diskursen des Fachgebiets aufweisen.
In einer zweiten Phase kann die Liste zur Fokussierung der Literaturauswahl genutzt werden, indem für zentrale Fragestellungen bewusst geprüft wird, welche Beiträge aus Premier Journals vorliegen und wie diese die eigene Argumentation beeinflussen. Gleichzeitig sollten ergänzend weitere, ggf. spezialisierte oder interdisziplinäre Zeitschriften herangezogen werden, um einseitige Perspektiven zu vermeiden und die thematische Breite des Forschungsstandes angemessen abzubilden. Für Dozierende empfiehlt es sich, in Modulhandbüchern, Seminarbeschreibungen oder Leitfäden für Abschlussarbeiten explizit darauf hinzuweisen, dass ein bestimmter Anteil der herangezogenen Literatur aus Journals der Senior Scholars' List stammen sollte.
Die Liste kann auch als Orientierungshilfe bei der Planung einer Publikationsstrategie herangezogen werden. Promovierende können ihr Forschungsprojekt frühzeitig daraufhin reflektieren, welche Journale inhaltlich passend und hinsichtlich Zielgruppe, thematischer Ausrichtung und methodischer Anforderungen realistisch adressierbar sind. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass Premier Journals in der Regel strenge Review-Prozesse und längere Begutachtungszeiträume aufweisen. Diese Faktoren sind bei der Zeitplanung von Promotionsprojekten und Drittmittelvorhaben zu berücksichtigen.
Die Senior Scholars’ List wird in regelmäßigen Abständen überprüft und angepasst, um Entwicklungen in der Disziplin sowie Veränderungen in der Qualität und Relevanz von Journals angemessen zu berücksichtigen. Die Angabe eines Aktualisierungsdatums – wie etwa dem 17. Februar 2023 – ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, die zeitliche Einordnung der Liste nachzuvollziehen und gegebenenfalls auf neuere Versionen zu verweisen. Es ist daher ratsam, bei der Planung langfristiger Forschungs‑ und Publikationsvorhaben zu prüfen, ob die aktuelle Fassung der Liste mit der jeweils neuesten offiziellen Version der AIS übereinstimmt.
Gleichzeitig existieren neben der Senior Scholars’ List weitere Systeme zur Bewertung wissenschaftlicher Zeitschriften, etwa nationale Rankings (z. B. betriebswirtschaftliche Journalrankings) oder bibliometrische Indikatoren wie Impact Factor und CiteScore. Diese verfolgen teilweise andere Zielsetzungen und Bewertungslogiken und können zu abweichenden Einschätzungen der Bedeutung einzelner Journale führen. Die Senior Scholars’ List sollte daher als fachlich kuratierte Perspektive der internationalen Informationssystem‑Community verstanden und im Zusammenspiel mit anderen, insbesondere national relevanten Bewertungsmaßstäben genutzt werden.
Der AIS Basket of Eight stellt eine besonders selektive Untermenge der in der Wirtschaftsinformatik-Forschung maßgeblichen Journale dar und fokussiert auf acht weithin anerkannte Spitzenzeitschriften. In einer Vielzahl von Kontexten – wie beispielsweise bei der Evaluation von Forschungsleistungen oder der Gestaltung von Promotionsprojekten – fungiert der Basket als Symbol für das oberste Qualitätssegment der Disziplin. Die Senior Scholars' List knüpft an das Konzept der "Scholar's List" an, erweitert es jedoch um weitere Premier Journals, die zusätzliche Themenfelder und methodische Zugänge repräsentieren.
Für Studierende und Promovierende empfiehlt sich eine komplementäre Nutzung dieser beiden Ressourcen. Während der Basket of Eight einen sehr kompakten Einstieg in die führenden Journale bietet und sich gut als Ausgangspunkt für eine erste, stark fokussierte Literaturrecherche eignet, ermöglicht die Senior Scholars' List eine breiter angelegte Erkundung relevanter Publikationsorte. Eine interne Verlinkung zur Seite "AIS – Basket of Eight" kann den dargestellten Zusammenhang auf der Website hervorheben und die Navigation zwischen beiden Informationsangeboten erleichtern.
Im Rahmen der akademischen Lehre kann die sogenannte Senior Scholars' List als Grundlage für die Entwicklung diverser didaktischer Formate fungieren. Im Rahmen von Seminaren oder Projektarbeiten besteht für Studierende beispielsweise die Möglichkeit, die thematische Ausrichtung einzelner Premier Journals zu analysieren, typische Forschungsfragen und Methoden zu identifizieren und diese mit den Anforderungen der eigenen Studien oder Abschlussarbeiten abzugleichen. Eine mögliche Aufgabenstellung besteht darin, das eigene Forschungsthema einem oder mehreren Journals der Liste zuzuordnen und zu begründen, warum diese als besonders geeignete Publikationsorte erscheinen.
Für Qualifikationsarbeiten kann in Leitfäden festgehalten werden, dass zentrale theoretische und empirische Beiträge – soweit verfügbar – bevorzugt aus Journals der Senior Scholars' List herangezogen werden sollten. Dies fördert eine hohe wissenschaftliche Qualität der Arbeiten und sensibilisiert Studierende frühzeitig für die Relevanz renommierter Publikationsorgane. Es sollte zudem transparent gemacht werden, dass die Liste nicht als Ausschlusskriterium zu verstehen ist, sondern als Orientierung, die durch einschlägige Literatur aus weiteren, insbesondere interdisziplinären und kontextbezogenen Zeitschriften sinnvoll ergänzt werden muss.
Eine studentische Arbeit wissenschaftlich zu schreiben, fällt insbesondere bei der ersten Arbeit nicht leicht. Es gibt viel Literatur zu dem Thema „Wissenschaftliches Schreiben“. Letztendlich geht es um den Aufbau und die Belege, welche zu dem Erkenntnisgewinn führen. An dieser Stelle folgen nicht nur ein paar nützliche Tipps und unterstützende Literaturhinweise, sondern auch der Verweis zu einem Framework, das der Autorin bzw. dem Autor ein zielorientiertes Schreiben ermöglicht.
Unter wissenschaftlichem Schreiben wird die systematische, nachvollziehbare und überprüfbare Darstellung eines Forschungsprozesses verstanden. Im Mittelpunkt stehen eine klare Argumentation, der begründete Umgang mit vorhandener Literatur und eine transparente Beschreibung der verwendeten Methoden. Ziel ist es, den eigenen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion so darzulegen, dass andere Forschende ihn nachvollziehen, einordnen und weiterentwickeln können [1].
Spätestens beim Anfertigen der Masterarbeit heißt es selbstständiges Bearbeiten. Eine immer gleiche Vorgehensweise gibt es nicht und ist in den Disziplinen unterschiedlich. Es gibt ein paar grundlegende Regeln zu befolgen.
Der folgende Aufbau orientiert sich an einer typischen empirischen Abschlussarbeit und kann je nach Projekt leicht angepasst werden:
Wichtig ist, dass sich durch alle Kapitel ein roter Faden zieht: Von der Problemstellung über die theoretische Einbettung und Methode bis hin zu Ergebnissen und Fazit wird konsequent auf die Beantwortung der Forschungsfrage hingearbeitet.
Neben dem inhaltlichen Aufbau ist der sprachliche Stil ein zentrales Element wissenschaftlicher Qualität. Für Arbeiten in der Wirtschaftsinformatik gilt:
Sprachliche Sorgfalt und formale Konsistenz unterstützen die Lesbarkeit und tragen dazu bei, dass der inhaltliche Beitrag besser sichtbar wird. [1]
Die auf dieser Seite verlinkten Fragen und das vorgestellte Framework sollen Ihnen helfen, Ihre Arbeit strukturiert zu planen und zu überprüfen. Sie können den Fragenkatalog beispielsweise nutzen, um:
Ein zentraler Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit sind gut begründete Forschungsfragen und eine klar formulierte Forschungslücke (Research Gap). Während der Aufbau der Arbeit einen Rahmen vorgibt, entscheidet sich an der Forschungsfrage, was tatsächlich untersucht werden soll – und an der Forschungslücke, warum sich diese Untersuchung lohnt.
Viele Studierende starten mit einem Thema („Digitalisierung in …“, „Einsatz von KI‑Werkzeugen im Studium“) und stellen dann fest, dass noch unklar ist, welche konkrete Frage sie bearbeiten und wie diese mit dem bestehenden Forschungsstand zusammenhängt. Genau hier hilft eine saubere Trennung von Thema, Forschungsproblem, Forschungsfrage, Zielsetzung und Forschungslücke.
Auf einer eigenen Seite unter Forschungsmethoden habe ich diesen Prozess ausführlich beschrieben und mit typischen Methodensettings der Wirtschaftsinformatik verknüpft (Survey, Fallstudie, Experiment, Design Science, Mixed-Method). Dort findet sich:
Die Vertiefung zu Forschungsfrage und -lücke findet sich hier: Forschungsfrage und Forschungslücke in der Wirtschaftsinformatik.
Die Arbeit besitzt einen klaren roten Faden mit einer stringenten Argumentation, welche Belege entsprechend untermauern.
Besonders bei allgemeinen Aussagen gebietet es vorsichtig zu sein, da diese valide sein müssen. Wörter wie viele, meistens, häufig, wenig, oft gilt es zu vermeiden und sollten eher als Zusammenfassung dienen. Beispiel: Anstelle von „viele“ ist „8 von 10“ eine Aussage mit höherer Wertigkeit und Aussagekraft. Nachdem dem Treffen dieser Aussage kann in einem Fazit – wenn nicht anders möglich – „viele“ wieder verwendet werden. Allerdings bitte immer mit bedacht. Doch was ist eine optimale Struktur und wie bekommt man die notwendige Klarheit in den Text, um auch erfolgreich zu veröffentlichen?
Wir wissen, dass Beiträge aufgrund mangelnder Struktur und Klarheit oft verloren gehen. Oft fehlt es an Zeit, den richtigen Rahmen zu setzen, die Community oder ökonomisch betrachtet den Markt zu verstehen oder eine realisierbare Struktur zu kennen. In diesem Zusammenhang haben meine Kollegen und ich einen Artikel (Publish or Perish: A Scientific Blueprint for a Journal Article) als eine Rahmenempfehlung für die Strukturierung von wissenschaftlichen Beiträgen geschrieben, um ihnen als Autoren eine wissenschaftliche Blaupause für die meisten Einreichungen insbesondere im International Journal of Engineering Pedagogy (iJEP) zur Verfügung zu stellen.
Unsere langjährige Expertise und Erfahrung in der Praxis haben es uns ermöglicht, wertvolle Einblicke in die Erstellung von Beiträgen zu gewinnen. Wir beleuchten typische Fehler und präsentieren Erkenntnisse, um diese zu vermeiden. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf die spezifischen Teile eines Artikels, um die Erwartungen der Herausgeber zu verdeutlichen. Zusätzlich stellen wir einen leichtgewichtigen Ansatz vor, mit dem Autoren sich schnell in das Schreiben vertiefen können.
Unser vorgeschlagener Rahmen hilft ihnen Autoren dabei, ihre Gedanken zu ordnen, die Struktur des Beitrags publikationsfähig zu gestalten und die Markteinführungszeit zu verkürzen. Diese bewährte Blaupause kann von ihnen als Autoren genutzt werden, um ihre Schreibprozesse zu optimieren und so ihre Beiträge erfolgreicher zu machen. Wir sind überzeugt, dass dieser Ansatz Sie als Autoren dabei unterstützt, ihren Beitrag optimal vorzubereiten und den Weg zur Veröffentlichung zu ebnen.
Wie ein Abstract und Einleitung konkret aufgebaut werden, ist für die Wirkung der Arbeit entscheidend. Eine ausführliche Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung mit Formulierungsbeispielen findet sich hier: Abstract & Einleitung in der Wirtschaftsinformatik.
Zwei Bücher fand ich persönlich sehr hilfreich:
und
Weitere Bücher zu wissenschaftlichem Schreiben
Der sogenannte „AIS Basket of Eight“ ist eine vom Verbandsorgan „Association for Information Systems“ (AIS) zusammengestellte Gruppe von acht führenden Fachzeitschriften der Wirtschaftsinformatik. Diese Journals gelten in der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft als besonders einflussreich, sowohl hinsichtlich der theoretischen Fundierung als auch der methodischen Strenge der publizierten Beiträge. Für Studierende und Promovierende bietet der Korb einen systematischen Einstieg in die Kernliteratur des Fachgebiets und dient zugleich als Orientierungspunkt für die Einschätzung der Reputation bestimmter Publikationsorte.
Der „Basket of Eight“ entstand historisch vor dem Hintergrund der Bestrebungen, die Forschungsleistung im Bereich der Informationssysteme international besser vergleichbar zu machen und einheitliche Qualitätsmaßstäbe für Journale zu etablieren. Die Auswahl soll sicherstellen, dass zentrale Strömungen der Disziplin – etwa verhaltensorientierte, organisationsbezogene, ökonomische oder technisch-gestaltungsorientierte Perspektiven – angemessen repräsentiert werden. Für Qualifikationsarbeiten bedeutet dies, dass eine systematische Auseinandersetzung mit Literatur aus diesen Journalen typischerweise als Hinweis auf einen hohen wissenschaftlichen Anspruch der Arbeit gewertet wird.
Gleichzeitig ist der „Basket of Eight” nicht als abschließende oder exklusive Kanonisierung der Wirtschaftsinformatik zu verstehen. Er stellt vielmehr eine bewusst fokussierte Auswahl dar, die insbesondere in Tenure- und Berufungsverfahren, aber auch bei der Bewertung von Forschungsleistungen in Promotionsverfahren herangezogen wird. Studierenden und Promovierenden wird daher empfohlen, den Korb als Ausgangspunkt zu nutzen, ihn jedoch durch einschlägige Journale benachbarter oder stärker spezialisierter Subdisziplinen zu ergänzen.
In der Wirtschaftsinformatik ist die führende Organisation die Assoziation for Information Systems. Diese Organisation hat die führenden Journale in einem sogenannten AIS „Basket of Eight“ zusammengefasst. Diese Sammlung von TOP-Journalen wird auch als "Senior Scholars' Basket of Journals" bezeichnet.
Tabelle 1 umfasst diese Journale [1]:
|
Journal |
Bekannte Schreibweisen |
Kürzel |
ISSN |
|---|---|---|---|
|
European Journal of Information Systems (bis 2017) European Journal of Information Systems | Taylor & Francis Online (ab 2018) |
European Journal of Information Systems |
EJIS |
0960-085X |
|
Information System Journal |
ISJ |
1350-1917 |
|
|
Information System Research |
ISR |
1047-7047 |
|
|
Journal of AIS |
JAIS |
1536-9323 |
|
|
Journal of Information Technology |
JIT |
0268-3962 |
|
|
Journal of MIS |
JMIS |
0742-1222 |
|
|
Journal of Strategic Information Systems |
JSIS |
0963-8687 |
|
|
MIS Quarterly |
MISQ |
0276-7783 |
Weitere Informationen finden sich unter: https://aisnet.org/?SeniorScholarBasket.
Im Folgenden werden die acht Zeitschriften des AIS Basket of Eight kurz inhaltlich profiliert.
European Journal of Information Systems (EJIS)
Das European Journal of Information Systems fokussiert sich auf theoretisch fundierte und empirisch anspruchsvolle Beiträge, die sich mit der Rolle von Informationssystemen in Organisationen und Gesellschaft befassen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf europäischen Kontexten sowie der Verbindung von Theorieentwicklung und praktischer Relevanz.
Information Systems Journal (ISJ)
Das Information Systems Journal fokussiert sich in erster Linie auf sozio-technische Aspekte der Gestaltung und Nutzung von Informationssystemen. Typische Beiträge untersuchen etwa Implementationsprozesse, Nutzerakzeptanz oder die organisationalen Auswirkungen digitaler Technologien. Dies erfolgt auf Basis qualitativer oder interpretativer Forschungsansätze.
Information Systems Research (ISR)
Information Systems Research ist stark theorieorientiert und publiziert überwiegend quantitativ‑empirische Studien mit hohem methodischem Anspruch. Die Zeitschrift ist von besonderer Relevanz für Forschende, die sich an der Schnittstelle von Informationssystemen, Ökonomie und Organisationstheorie bewegen.
Journal of the Association for Information Systems (JAIS)
Das Journal of the Association for Information Systems versteht sich als Flaggschiff-Journal der AIS und deckt das gesamte Spektrum der Informationssystem-Forschung ab. Neben empirischen Studien finden auch konzeptionelle Arbeiten und Theorien ihren Platz, die einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Fachgebiets leisten.
Journal of Information Technology (JIT)
Das Journal of Information Technology fokussiert sich auf die strategische Rolle von IT in Organisationen und die gesellschaftliche Bedeutung digitaler Technologien. Die Beiträge fokussieren sich in der Regel auf Fragestellungen der digitalen Transformation, des IT-Managements und der IT-Strategie aus organisationsbezogener Perspektive.
Journal of Management Information Systems (JMIS)
Das Journal of Management Information Systems legt den Schwerpunkt auf das Management von Informationssystemen sowie deren Einsatz zur Unterstützung organisatorischer Entscheidungs- und Steuerungsprozesse. Publiziert werden Studien, die sowohl theoretisch fundiert als auch praxisnah sind und oftmals einen starken Management-Bezug aufweisen.
Journal of Strategic Information Systems (JSIS)
Das Journal of Strategic Information Systems legt den Schwerpunkt auf die strategische Nutzung von Informationssystemen und digitalen Innovationen. Typische Beiträge untersuchen, wie Unternehmen durch IT-Lösungen Wettbewerbsvorteile generieren, Geschäftsmodelle transformieren oder neue Formen der Wertschöpfung schaffen.
MIS Quarterly (MISQ)
Das MIS Quarterly zählt zu den renommiertesten Journalen der Wirtschaftsinformatik und ist für seinen besonders selektiven Reviewprozess bekannt. Die Zeitschrift publiziert theoretisch originelle und methodisch exzellente Arbeiten, die häufig als Referenzstudien innerhalb der Disziplin dienen und zukünftige Forschungslinien prägen.
Eine effiziente Literaturrecherche in den Basket-Journals erfordert den systematischen Einsatz von Suchstrategien. Diese müssen einerseits die thematische Fokussierung der eigenen Arbeit unterstützen und andererseits die Ergebnisqualität sichern. Studierende und Promovierende sollten ihre Suchanfragen daher gezielt strukturieren, indem sie zentrale Begriffe des Forschungsgegenstands identifizieren und mit geeigneten Booleschen Operatoren (z. B. AND, OR, NOT) kombinieren. Der Einsatz von Phrasensuche, beispielsweise mit Anführungszeichen, sowie von Trunkierungen zur Einbeziehung verschiedener Wortvarianten kann zu einer erhöhten Präzision und Vollständigkeit der Treffer führen.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, den Suchzeitraum bewusst einzugrenzen, etwa auf die letzten fünf oder zehn Jahre, um aktuelle Diskurse und Entwicklungen sichtbar zu machen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, ältere Arbeiten gezielt über Zitationsketten (Backward und Forward Search) zu erschließen. Diese Vorgehensweise gewährleistet zum einen den Anschluss an den aktuellen Forschungsstand, zum anderen ermöglicht sie die Identifizierung prägnanter Grundlagentexte, die häufig vor dem gewählten Zeitfenster erschienen sind.
Beispiel: Suche mit Scopus:
TITLE-ABS-KEY ("Digitale Transformation") AND (ISSN(0960-085X) OR ISSN(1350-1917) OR ISSN(1047-7047) OR ISSN(1536-9323) OR ISSN(0268-3962) OR ISSN (0742-1222) OR ISSN(0963-8687) OR ISSN(0276-7783)) Abbildung 1 zeigt eine Suche auf www.scopus.com.

Beispiel: Suche mit EBSCOhost:
EBSCOhost funktioniert nur bedingt mit ISSN, daher abändern des Query-Strings.
((((((((JN "MIS Quarterly")) OR (JN "European Journal of Information Systems")) OR (JN "Information Systems Journal")) OR (JN "Information Systems Research")) OR (JN "Journal of the Association for Information Systems")) OR (JN "Journal of Information Technology (Palgrave Macmillan)") OR (JN "Journal of Information Technology (Routledge, Ltd.)") OR (JN "Journal of Information Technology & Economic Development")) OR (JN "Journal of Management Information Systems")) OR (JN "MIS Quarterly")
Auch bei der der Eingrenzung der Suche verwendet EBSCOhost andere Parameter
((TI "digital transformation") OR (AB "Digital transformation") OR (KW "digital transformation"))
Abbildung 2 zeigt das Vorgehen bei der Datenbank EBSCOhost.
Beispiel: Suche mit Scholar.Google:
Auch mit Hilfe von Scholar.Google ist ein Durchsuchen möglich. Allerdings ersetzt eine solche Suche keine systematische Suche wie in den einschlägigen Datenbanken.
Die Qualität einer Literaturrecherche zeigt sich nicht nur in der Formulierung der Suchanfragen, sondern vor allem in der systematischen Auswertung der Ergebnisse. Bei Qualifikationsarbeiten empfiehlt es sich, die Treffer zunächst in ein Literaturverwaltungsprogramm (z. B. Citavi, EndNote, Zotero oder Mendeley) zu exportieren. So lassen sich Dubletten bereinigen, Schlagwörter vergeben und erste thematische Cluster bilden. Eine strukturierte Kategorisierung – beispielsweise nach theoretischen Ansätzen, Methoden, Kontexten oder zentralen Ergebnissen – erleichtert später die Ausarbeitung eines konsistenten und argumentativ klar aufgebauten Forschungsstands.
Zugleich sollten Ausschlusskriterien transparent dokumentiert werden, etwa wenn bestimmte Studien aufgrund unzureichender methodischer Qualität, unpassender Kontexte oder rein technischer Fokussierung nicht weiter berücksichtigt werden. Eine solche Dokumentation unterstützt die Nachvollziehbarkeit der Literaturauswahl und erhöht die wissenschaftliche Transparenz der Arbeit. Insbesondere bei Promotionsvorhaben kann die nachvollziehbar begründete Auswahl von Artikeln aus den Basket-Journals ein wichtiger Bestandteil der methodischen Reflexion sein.
Obwohl der „AIS Basket of Eight“ eine bedeutende Orientierungshilfe darstellt, existieren weitere Journal-Listen, die insbesondere für eine differenzierte Bewertung der Forschungsleistung herangezogen werden. Ein Beispiel hierfür ist die von den „Senior Scholars“ der AIS gepflegte Liste herausragender Journale der Wirtschaftsinformatik-Forschung (AIS - Senior Scholars' List of Premier Journals), die über den ursprünglichen Korb hinausgeht und zusätzliche, teils stärker spezialisierte Journals berücksichtigt. Für eine umfassende Literaturrecherche kann es sinnvoll sein, diese erweiterten Listen heranzuziehen, um thematisch relevante Zeitschriften zu identifizieren, die nicht im Basket enthalten sind.
Für Studierende und Promovierende bedeutet dies, dass der „Basket of Eight” einen sinnvollen Kernbestand einschlägiger Spitzenjournals darstellt, jedoch nicht als alleinige Referenzquelle genutzt werden sollte. Insbesondere bei interdisziplinären Fragestellungen – etwa an den Schnittstellen zur Betriebswirtschaftslehre, Computer Science, Soziologie oder zum Public Management – ist es ratsam, zusätzliche Journals und Konferenzen in die Recherche einzubeziehen. So lässt sich vermeiden, dass die eigene Arbeit durch eine zu enge Fokussierung auf wenige Publikationsorte wichtige theoretische Perspektiven oder aktuelle empirische Befunde aus benachbarten Forschungsfeldern ausblendet.
Die Rolle des Basket of Eight und weiterer Journallisten im Kontext von Ranking und Impakt wird auf der Seite Ranking und Impakt in der Wirtschaftsinformatik erläutert.
Der AIS - Basket of Eight bietet Studierenden in Bachelor- und Masterstudiengängen vor allem einen qualitativ hochwertigen Einstieg in die internationale Literatur. Bei Seminar- und Abschlussarbeiten kann es sinnvoll sein, zunächst zentrale Beiträge aus diesen Zeitschriften zu identifizieren, um grundlegende Konzepte, etablierte Theorien und typische Forschungsdesigns des Themengebiets kennenzulernen. Anschließend können weitere, häufig stärker fokussierte Journals einbezogen werden, um spezifische Fragestellungen detaillierter zu beleuchten und aktuelle Spezialdiskurse zu erfassen.
Promovierende sollten den „Basket of Eight” darüber hinaus als strategisches Instrument für die eigene Publikationsplanung betrachten. Die in diesen Zeitschriften geforderten Qualitätsstandards hinsichtlich theoretischer Fundierung, methodischer Strenge und Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion sind hoch und gehen in der Regel mit langen und intensiven Begutachtungsprozessen einher. Eine realistische Zeitplanung, die die Dauer von Begutachtungsverfahren, mögliche Überarbeitungsrunden und die Option von Zweitsubmissionen berücksichtigt, ist daher essenziell. Gleichzeitig kann die konsequente Orientierung an Arbeiten aus den „Basket”-Journals dazu beitragen, die eigene Forschung stringenter auszurichten und die Anschlussfähigkeit an zentrale Diskurse des Fachgebiets zu gewährleisten.
Für die Planung empirischer Studien, deren Ergebnisse Sie in den Journals des Basket of Eight einreichen möchten, kann die Übersicht Forschungsmethoden hilfreich sein.
[1] AIS 2016: Senior Scholars' Basket of Journals, Assoziation for Information Systems (AIS), https://aisnet.org/?SeniorScholarBasket, zugegriffen am 10.07.2016.